20.11.14 - Heroischer Kampf um Platz 1!

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SchwachSuper 

Im Top-Spiel der Liga am Dienstagabend trafen unsere zweite Jugendmannschaft und die Erste des Mühlenberger SV aufeinander. Ein Blick auf die Tabelle ließ die Brisanz des Duells erahnen. Wir stehen an Platz 1, dank eines günstigeren Satzverhältnisses. Die Mühlenberger sind ganz dich hinter uns und könnten mit einem Sieg heute an uns vorbeiziehen. Ein Unentschieden oder ein Sieg unserer Mannschaft würde bedeuten, dass wir an der Spitze verbleiben, aber wer will sich schon mit einem Unentschieden zufrieden geben. Beide Teams gehen mit der selben Devise in die Begegnung: Gewinnen! Nun denn, lasst mich erzählen

Genauso entschlossen starten auch die Doppel. Quinn/Jasper können zwar gut mitspielen und bekommen auch immer wieder die Chancen, das Spiel doch noch zu drehen, aber nutzen können sie diese nicht. Mit 0:3 unterliegen sie gegen Petkidis/Müller. Das von der sportlichen Leitung an Doppel 2 gesetzte Duo Terje/Josef hat die Ansage von Hendrik zu sehr wörtlich genommen. Angewiesen "Acht zu geben", gewinnen sie alle Sätze zu acht. Das Spiel geht mit 3:0 an uns und so steht es nach den Doppeln 1:1. Der Auftakt verspricht einen spannenden Abend.

Hitzig zu geht es schon im ersten Einzel. Der Tag der lustigen Tatsachen scheint heute zu sein. Die geraden Sätze (2 und 4) gewinnt Terje, die ungeraden (1,3 und 5) entscheidet Maxim für sich. Die weniger lustige Tatsache: Nach dem Spiel wird auf dem Formular ein weiterer Punkt für den Gastgeber notiert und wir sind wieder im Rückstand. Am Nebentisch kann Quinn den ersten Satz knapp gewinnen, doch dann meldet sich der Einser des Gegners zurück. Nach dem Ausgleich folgt die 2:1 Satzführung für Petkidis. Zum Ende des vierten Satzes ist Quinn ganz knapp dran, seinen Gegner in den Entscheidungssatz zu zwingen, doch er ist ihm immer den entscheidenden Schritt voraus. In der Verlängerung des vierten Aktes setzt er sich mit zwei Punkten ab und beendet das Geschehen zu Gunsten der in rot gekleideten. Wir geraten grade mit 1:3 ins Hintertreffen. Jetzt muss das untere Paarkreuz beweisen, dass es auch in Drucksituationen voll da ist. Jasper ist wach. Nach dem verlorenen zweiten einmal kurz die Taktik etwas offensiver ausgerichtet, dann ist der 3:1 Sieg gegen Schwarz perfekt. Auch Josef ist voll da und macht den wichtigen Punkt. Nach der ersten Runde der Einzel steht es 3:3. Alles ist noch offen und es bleibt spannend.

Die zweite Hälfte des Spiels wird von Terje eröffnet. Er stellt sich Petkidis. Gegen den Mühlenberger kann er aber kein Mittel finden und nach drei Sätzen gehen die Gäste wieder in Führung. Quinn macht am Nebentisch das Spiel seines Lebens. Der erste Satz geht knapp an „Schenke Junior“. Maxim ist aber noch nicht besiegt, im Gegenteil. Er dreht das Spiel und zieht mit 2:1 Sätzen an Quinn vorbei. Manche Spieler neigen dazu, bei solch einem Spielstand in Panik zu geraten und beim 10:8 im vierten Satz den Versuch zu wagen, das Spiel mit vorsichtigem Schupfen zu entscheiden. Was wahre Nervenstärke ist, das zeigt Quinn heute. Auch beim 10:8 will er noch angreifen und die Punkte selbst machen. Dieser Mut wird belohnt und die beiden stehen sich im Entscheidungssatz gegenüber. Beflügelt vom Erfolg seines eigenen Offensivspiels setzt sich Quinn beim Stand von 7:7 ab und sorgt für den erneuten Ausgleich. Auf der Anzeigetafel wird der Spielstand auf 4:4 aktualisiert. Nun kann das Untere Paarkreuz die Vorentscheidung bringen. So sei es auch! Jasper gewinnt 3:0 gegen Schulz und Josef liefert sich ein spannendes und knappes 3-Satz Spiel gegen Schwarz, das er am Ende gewinnt (11:8, 11:8, 12:10). Unfassbar. Zum ersten Mal in dieser Partie können wir uns absetzen. Es steht jetzt 6:4 und das Unentschieden ist uns nun nicht mehr zu nehmen!

Die Mühlenberger geben sich aber noch nicht auf. Im Doppel gelingt es ihnen auf 6:5 zu verkürzen, indem Petkidis/Müller gegen Josef/Terje 3:0 gewinnen. Das „Psycho-Doppel“ (nicht böse gemeint) beweist Nervenstärke und triumphiert über Schulz/Schwarz und so können wir einen wichtigen 7:5 Sieg einfahren! Weiterhin ohne Niederlage stehen wir auf dem ersten Platz! Die Herbstmeisterschaft rückt in immer greifbarere Sphären. Offen ist jedoch, wie wir uns morgen gegen Bothfeld ohne unsere Nummer 1 anstellen...